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33 Lebensweisheiten, mit denen meine Katzen mein Leben erleichtern

Augen auf: Deiner Katze kannst du gar nicht genug abgucken

Du sitzt im Restaurant und hast den Hunger deines Lebens. Der Kellner hat dich schon gesehen und ist auf dem Weg zu dir. Aber es geht dir nicht schnell genug. Immerhin hast du den Hunger deines Lebens, stehst quasi kurz vorm Verhungern. Was machst du? Du schreist. Nein? Natürlich nicht. Aber so reagieren meine Katze, wenn es 17 Uhr ist und ich mir erlaubt habe, ihren Napf noch nicht zu füllen. Wie du schon merkst: Das Verhalten unserer Katzen à la kopieren und einfügen zu übernehmen, ist nicht sonderlich salonfähig. Deshalb habe ich die Situationen in Wunderwaffen für deinen alltäglichen Wahnsinn übersetzt:

33 Lebensweisheiten, die meine Katze mich lehrt 

1. 

Deine Fünf Minuten haben ist mehr als okay – und hält das Kind in dir jung

„Uaaauuuuh“ So macht Yumi das. Dann rennt sie wie auf glühenden Kohlen durch alle Zimmer. In Menschenjahre umgerechnet ist sie 60 – trotzdem hat sie sich ihre kindliche Ader behalten. Das hält ihren Körper und Geist fit – von Langeweile keine Spur! Das gehört zu meiner Yumi und ich lieb sie dafür. Was sagt uns das? Du kannst auch mal in dein Kissen boxen oder schreien oder wild drauf losheulen. Oder du tobst dich im Jumphouse, beim Paintball, Lasertag, Wandern, Sprinten und Tanzen aus. Alles rauszulassen hilft dir nicht nur, einen klaren Kopf zu bekommen und Stress im Nu abzubauen – es macht auch einfach Spaß! Probier’s aus, wenn’s das nächste Mal so weit ist!

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Nur wer erwachsen wird und Kind bleibt, ist ein Mensch – Erich Kästner

2. 

Willen versetzt Berge

…oder Schiebetüren. Schwere Schiebetüren. Aus Glas. Die bekommt Riku nämlich von ganz allein auf – nur, weil sich dahinter die Küche verbirgt, aus der sein heißbegehrtes Essen kommt. Choco, unser kleiner Panzerknacker, kann sogar selber die Tür vom Leckerlischrank öffnen – sie hat sich so oft rangehangen, bis es geklappt hat. Also: Verfolge deine Ziele mit aller Kraft – wenn es dir die Sache wert ist.

3. 

Eine Portion Feingefühl, bitte

Hast du schon mal eine Katze gesehen, die unabsichtlich was umstößt? Ich nicht. Klar, es gibt auch die Fraktion Katzen, die mutwillig den Tisch abräumt – aber das ist ein anderes Thema. Der Kern der Aussage ist: Lass uns uns nicht wie der Elefant, sondern lieber wie ein Schmetterling im Porzellanladen benehmen.

Vielleicht kennst du selber eine ähnliche Situation: Von meinem Kollegen höre ich jede Woche ein- bis dreimal „Du siehst ja müde aus, schlecht geschlafen?“ So langsam müsste er wissen, dass die dunklen Schatten unter meinen Augen ein mich ständig begleitendes Accessoire sind – trotz zeitig ins Bett gehen und auch mit Concealer. Sicher meint er seine Frage nur gut, zieht mich aber gleich morgens mit der Botschaft runter. Also lieber einmal mehr nachdenken, wie wir eine Botschaft senden und wie unser Gegenüber sie empfängt. Die Gefühle anderer zu achten ist also gar nicht so schwer!

4. 

Schubladen geöffnet halten

„No matter black, white or beige“ Wahre Worte in Lady Gagas „Born this way“. Choco ist braun-gestreift, Riku schwarz und Yumi sogar dreifarbig. So what? Ich habe noch nie gesehen, dass sie sich aufgrund ihrer Fellfarbe oder Rasse angefeindet hätten – das sagt ja auch überhaupt nichts über sie aus. Tiere machen keine Unterschiede, wie du aussiehst, wie hoch oder tief deine Stimme ist oder welche Vorlieben du hast. Für sie ist nur wichtig, wie du sie behandelst.

„No matter gay, straight or bi, lesbian, transgender life“ Für meinen Geschmack begegne ich jeden Tag immer noch viel zu vielen Vorurteilen – ob auf instagram oder in der Straßenbahn. Egal ob Menschen aus der LQBTQ+-Szene, mit Behinderung, aus einer anderen Gesellschaftsschicht, mit anderem Geschlecht oder Hautfarbe als du selber oder mit mehreren Haarfarben: Lies dich rein, wenn du was nicht verstehst. Du muss nicht alles lieben – aber akzeptieren, dass sich jemand anderes genau so definiert, wie du dich mit deinen Grundgegebenheiten, Vorlieben, Macken & Co. definierst. Und auch hier lassen wir wieder unüberlegte Kommentare à la „Kann ich mal deine Haare anfassen“ bei Frauen mit Afro & Co. stecken.

5. 

Für Lebewesen gibt’s keine Betriebsanleitung

Für Katzen kannst du vergeblich danach suchen. Unsere drei wurden jedenfalls ohne geliefert. Aber sie funktionieren auch so. Irgendwie. Mit ein bisschen Übung und viiiel Liebe hast du nach gar nicht allzu langer Zeit den Dreh raus. Auch wenn es uns die Bravo und andere Klatschblätter gern so verkaufen: Ein Mensch lässt sich nicht in die eine bestimmte Kategorie einordnen. Was hilft, ist, ihn kennenzulernen, zu beobachten und ihm zuhören – genau wie beim neuen vierpfotigen Mitbewohner.

6. 

Körperbehaarung sollte keine Rolle spielen

Wer hat eigentlich festgelegt, dass Achselhaare in 90ern ok waren und 2021 verpöhnt sind? Oder dass Männer da und dort wuchern, während Frauen sich nicht anders als glatt wie eine Rasierklinge vor die Tür wagen dürfen. Aber selbst nicht mal im Ansatz einen Bart auf der Arbeit erahnen lassen dürfen. Gut, es ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Aber gesellschaftlich schon (naja, und in so einigen Firmenstandards). Zumindest fühlt man sich unter Druck gesetzt – dabei sollten du und ich ohne Scham entscheiden dürfen, wie wir uns am wohlsten fühlen. Und mal im Ernst, wer hat schon Bock, sich jeden Tag zu rasieren. Wie geht es dir damit?

Während ich es bei Katzen feiere (was gibt es Schöneres als ihren Flausch zu streicheln?), ertappe ich mich selbst dabei, bei Frauen mit Beinbehaarung einmal mehr hinzuschauen – als wäre es so unnatürlich?! Ich fände es cool, wenn das nicht so ein riesiges Thema wäre. Körperbehaarung definiert niemanden und ist schon gar kein Indiz für einen unhygienischen Lebensstil! Dafür sind Katzen wieder das Paradebeispiel – denn wer könnte gepflegter sein als die von oben bis unten behaarten Wesen, die jeden Tag drei bis vier Stunden ihrer Körperpflege widmen.

7. 

Sich ohne Worte verstehen? Geht!

Den Stempel Crazy-Cat-Lady habe ich eh schon, dann kann ich es auch laut aussprechen: Riku redet mit mir. Für alle Neunmalklugen und potenzielle Spielverderber: Mir ist schon klar, dass er nicht mit einer perfekt auf meine Frage abgestimmten Antwort um die Ecke kommt. Aber ich merke, dass er Fragen erkennt, die an ihn gerichtet sind. Sprich: Der Tonfall macht die Musik – meiner und seiner. „Hast du fein geschlafen?“ „Mau“ oder „Mau mau“ oder „Mau mau mau“ – mal aufgeregt, als wolle er mir was berichten, mal vorwurfsvoll, mal neugierig. Das Witzigste an der Sache: Unser Besuch, ob Freunde oder Familie, merkt von sich aus an: Es klingt, als würde Riku mir Fragen stellen – und lachen sich darüber schlapp.

8. 

Glück passt in eine Hand

Bei dem Spruch kommt mir selbst das Mittagessen fast wieder hoch. Aber was soll ich sagen – Yumi sitzt nun mal in meiner Hand.

9. 

Let’s normalize normal life

Ja, wir haben noch Katzenspielzeug aus Plastik Zuhause. Ja, ich esse gern Avocados. Und ja, manchmal kaufe ich im Dezember Tomaten aus Spanien.

Ob es jetzt die Nachhaltigkeitsthematik oder die paar Röllchen am Bauch sind – wir müssen und können gar nicht in allem perfekt sein. Für mich sind meine Katzen alle drei perfekt, auch wenn sie mal aus dem Mülleimer naschen, sich direkt auf dem Teppich übergeben und einen riesigen ökologischen Pfotenabdruck haben. Also lass uns uns nicht unter Druck setzen (so wird das nämlich nichts), aber die Augen offenhalten – und bewusst leben. Bis 2019 habe ich mir wenig Gedanken darüber gemacht, dass ich bei jedem Einkauf Fleisch in meinen Wagen gepackt habe – weil ich es so kannte. Seit 2020 landet bei mir keins mehr im Einkaufswagen. Fun Fact: Eigentlich wollte ich nur eine vegetarische Woche probieren. Dafür kaufe ich ab und zu noch Milchprodukte, bei denen ich bisher nicht für alle gute Alternativen gefunden habe. Aber wie sagt man so schön: „Kleinvieh macht auch Mist“. Wenn sich jeder ein bisschen damit befasst, z. B. seinen Fleischkonsum ein My runterfährt, was für eine riesige Wirkung hat das auf unseren Planeten? Versuch’s doch auch mal für eine Woche ohne Fleisch! Challenge accepted?

10. 

Streiten ist das Natürlichste der Welt

Bämm – und Yumi haut Riku eins auf die Zwölf (das bitte nicht abgucken). Fünf Minuten später putzt sie seine Stirn. Ablecken ist ihr Schritt-auf-den-anderen-zugehen. Klar kann man ewig sauer auf den anderen sein und auf sein Recht pochen – oder man entschuldigt und verträgt sich wieder.

11. 

An Geister glauben ist okay

Oder an was auch immer… Wenn ich Choco so gegen die Wand starren und einem unsichtbaren Etwas folgen sehe, könnte man meinen, Hui Buh spukt durch die Gänge. Es muss nicht alles rational sein, aber ihr bereitet es scheinbar Freude. Ich persönlich glaube nicht daran, aber solang es niemandem schadet… Tut uns nicht allen ein bisschen Fantasie gut?

12. 

Kuscheln ist Auftanken

Dass es keinen Vergleich dafür gibt, sein Gesicht in flauschigem Fell zu versinken, wusste ich schon als Knirps – deshalb bin ich auch jedem Tier hinterhergelaufen. Wenn ich jetzt im Homeoffice arbeite und mein Kopf kurz vorm Zerplatzen scheint, lege ich mich zu den Katzen und lade meine Energie auf. Die These ist somit bewiesen

13. 

Ausnahmen bestätigen die Regel

Die Redewendung habe ich als Kind nie verstanden. Dabei sagt sie nur: Wenn es eine Ausnahme gibt, gibt es, wenn die Ausnahme nicht trifft, im Umkehrschluss eine Regel. Yumi ist so eine Ausnahme. Sie geht täglich nur Sekunden bis wenige Minuten an die frische Luft (wenn überhaupt). Dabei bedeutet Freigang für Katzen jede Menge Lebensqualität. Das zeigt mir einfach: Nicht jeder ist gleich – mach das, was sich für dich gut anfühlt.

14. 

„Tiere gehören nicht ins Bett“ Schade nur, dass mir das egal ist

„Mein Baby gehört zu mir“ Und wenn Riku mich auserwählt, seine Matratze zu sein, sei es so. Mir gibt es viel mehr als das: Glück, wie die Studie aus Nr. 12 so schön bestätigt. Das gilt natürlich nur, wenn er nicht gerade durch einen Sumpf gelatscht ist. Auch auf Zecken untersuche ich ihn jeden Tag, und geimpft ist er sowieso. Dann steht dem Kuschel-Spaß aus meiner Sicht nichts im Weg. Also wenn du zur Fraktion Kuscheln gehörst: Go for it!

15. 

Food is life

Ich komme von der Arbeit. Adrian ist schon Zuhause. Ich öffne die Tür und – der Duft von Spargel-Pilz-Risotto steigt mir bis ins Gehirn. Wie geil ist es bitte, mal was Neues zu kochen oder sich sein Leibgericht zu bestellen?! Mein Allzeit-Favorit: sich bekochen lassen. Dein Körper braucht die Energie und du hast sie dir bei all dem, was du jeden Tag leistest, verdient. Gönn dir! Riku macht nichts auf der Welt lieber als bei einem guten Snack runterzukommen – auch wenn er vorher (und sonst auch) keinen Sport gemacht hat. Und ich übrigens auch nicht 😉

16. 

Wozu immer zum tierischen Produkt greifen?

Katzen und Milch sind – entgegen dem Mythos – keine Partner-in-crime. Sogar mehr als das: Katzen sind laktoseintolerant. Auch wenn die kleinen Schlabbermäuler noch so gern davon naschen – auf die Freude folgen kurz darauf Bauchschmerzen, Durchfall und Erbrechen. Um nicht keusch von der Freude leben zu müssen, kannst du deinen Liebling mit Katzenmilch* zum wildwerden bringen: ein Leckerli für zwischendurch, das laktosereduziert auf den Bedarf unserer Katzen abgestimmt ist.

Mittlerweile brauche ich meine Sojamilch im Kaffee wie meine Katzen auf dem Schoß. Mit Mandelmilch hingegen kannst du mich jagen – pfui, ist die wässrig. Dich durch den Dschungel an Milchalternativen zu probieren lohnt sich – für deine Geschmacksnerven und die Umwelt!

PS: So schön weniger CO2-Ausstoß, Massentierhaltung und Luftverschmutzung sind – fleischlos ernähren darfst du deine Katze nicht. Sie sind strikte Carnivore; sie vegetarisch zu ernähren wäre Tierquälerei. Den Fleischkonsum zu reduzieren oder sogar veggie zu leben, überlassen wir also lieber den Katzeneltern unter uns.

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  • Lactosereduziert: Die meisten erwachsenen Katzen vertragen keine Kuhmilch; Animonda Milkies sind laktosereduziert und daher leicht verdaulich
  • Kleine Portionen: Die praktischen Einwegkapseln sind optimal dosiert; Es bleiben keine Reste übrig, die mühsam im Kühlschrank aufbewahrt werden müssen

17. 

Körper sprechen Bände

Kopf reiben, Schwänzchen in die Höh oder aufgebuscht am Körper: Katzen sagen dir mit ihrem Körper all das, was sie in Worten nicht ausdrücken können – wir müssen nur hingucken. Klar, nicht immer lässt sich alles deuten. Ich selbst werde ständig gefragt „Na, schlecht gelaunt?“. Nein, Johannes, das ist mein Gesicht. Aber mir ist es lieber so rum, als dass wir die Augen davor verschließen, wie es den Menschen um uns herum geht. Außerdem kann es dir im Bewerbungsgespräch helfen, wenn du statt mit verschränkten Armen eine offene Haltung einnimmst 😉

18. 

Brennende Begeisterung? Beibehalten!

…oder wieder aufleben lassen. Hast du schon mal deine Hand unter der Decke vor deiner Katze hin und her bewegt? Yumi wird da immer Feuer und Flamme! Ich weiß noch, wie ich mir in meinem Kinderzimmer die Rolf-Zuckowski-Kassetten eingelegt und dazu in meinem grün-geblümten Badeanzug über der Strumpfhose wie eine Ballerina mit meinen Kuscheltier-Freunden eine Show auf die Beine gestellt habe. Die Haarbürste mein Mikrofon, der Teletubbies-Mülleimer mein Schlagzeug.

Kommt es dir auch manchmal so vor, als hätten wir das verlernt? Sich mit sich allein zu beschäftigen, ohne dass einem direkt langweilig wird und man zum Smartphone greift? Teilweise läuft im Hintergrund ’ne Netflix-Serie – und das haben wir uns auch mal verdient. Aber ich find’s wichtig, dass wir uns auch selbst beschäftigen können und unsere Kreativität nicht nur auf Standby halten. Wie? Zum Beispiel so:

19. 

Zurück zur Natur

Choco liebt es, draußen zu sein – weil sie mit offenen Augen durch die Natur geht, erlebt sie jeden Tag Abenteuer über Abenteuer. Nicht umsonst heißt es, dass Freigänger mehr Lebensqualität als Wohnungskatzen genießen! Das können deine Sinne genauso: den Vögeln beim Zwitschern zuhören, mit dem Gras deine nackten Füße kitzeln, die Sonne deine Nase küssen lassen, bis du niesen musst… All das kannst du beim Wandern, Spazieren, im Waldsee baden und mit Freunden picknicken erleben. Na dann ab in die Wanderstiefel geschlüpft – oder in den Bikini?

20. 

Jeder hat Stärken und Schwächen – ranklotzen lohnt sich

„Sitz“. Yumi hat ihr erstes Kommando im Clickertraining* nach ein paar Anläufen kapiert. Riku wiederum wusste gar nicht, was ich von ihm will – mittlerweile hat er aufgeholt. Tja, manche haben Talent für etwas, wofür andere lange arbeiten müssen. Und das ist ok. Jeder hat sein Steckenpferd. Schokaladenseite und Keksseite nannte es meine Tanztrainerin früher: Radschlag auf der rechten Seite konnte ich im Schlaf, auf der linken habe ich es mich anfangs nicht mal getraut und nach Jahren gerade mal so hinbekommen, dass es für die letzte Reihe gereicht hat, wenn wir den Teil der Choreographie aufführten. Dafür fielen mir Hebungen leicht, die meine Mädels nicht koordiniert bekamen. Je eher ich akzeptiert habe, was ich nicht ändern konnte, desto besser ging’s mir. Und wenn es zu ändern war, habe ich dran gearbeitet – und gleichzeitig gefeiert, was ich kann. Ein Rad mit links schlagen fällt mir übrigens immer noch schwer. Ist aber gar nicht schlimm – sooo oft braucht man es im Leben nämlich nicht 😉

21. 

Feiere dich, wenn was klappt

Ich habe mich viel zu lange geschämt, wenn ich vor anderen gelobt wurde. Ich hab sogar gedacht, ich wirke überheblich, wenn ich von meinen Erfolgen erzähle: Zertifikat bestanden? Das will doch keiner hören. Ehrenamt? Wen juckt’s. Falsch! Du müsstest mal Riku sehen, wie stolz er mir seine erlegten Mäuse, teilweise Ratten, vor die Füße legt. „Guck mal, Mama, was ich geschafft habe“ Das darfst du auch (es müssen ja keine toten Tiere sein). Mach dich groß! Sei stolz auf dich! Du freust dich immer für andere mit, jetzt darfst du mal glänzen!

22. 

Glück kannst du sehr wohl kaufen

Oder wie würdest du das Lebensgefühl beschreiben, seitdem du deine Katzen adoptiert hast?

23. 

Zeit für dich selbst ist Quality Time

Drei bis vier Stunden – so viel Zeit verbringt eine Katze am Tag mit intensiver Fellpflege. Wenn ich’s mir so überlege, sehe ich Yumi, Riku und Choco sich eigentlich immer abschlabbern, wenn sie nicht gerade schlafen. Das heißt also, dass du ein Drittel des Tages mit deiner Bürste rumlaufen und dir Haare kämmen solltest. Was? Nein. Das soll heißen: Sie sind mit sich im Reinen. Tu dir auch mal was Gutes. Was auch immer das für dich heißt. Es muss nicht die Influencer-Spezial-Wunder-Haarkur für 89,99€ im Angebot sein. Für mich heißt es, mir Musik aufzudrehen und quer durch die Wohnung zu tanzen oder meine Katzen einzuatmen. Bei dir kann es Wunder wirken, dir eine heiße Badewanne bei deinem Lieblingswein einzulassen, laut unter der Dusche mitzusingen, ein neues Spiel zu zocken, einen Serienmarathon zu starten, ein neues Rezept auszuprobieren… Was immer dir guttut.

24. 

Lande immer auf allen Vieren

Zugegeben, diese Lebensweisheit wird dich nicht gerade überrascht haben. Aber auch die können wir so schön übertragen! Und falls du doch mal fällst: Aufstehen, Krone richten, weitergehen.

25. 

Für dich einstehen: Nein heißt nein

Hast du auch eine Katze Zuhause, die sich am Bauch streicheln lässt? Und dann gibt sie dir mit einem leichten Knurren oder Tatzen eine Vorwarnung, dass sie keinen Bock mehr hat? Tja, und wenn du sie überstrapazierst, zack: haut sie zu und ein neuer Kratzer ziert deinen Arm. Immerhin hat sie angekündigt, dass es sie stört. Genauso wie du immer nein sagen darfst, wenn dir etwas zu weit geht – und auch das Nein anderer akzeptierst. Lebewesen, die uns Lieben – ich schreibe bewusst nicht beschränkt auf Menschen – akzeptieren uns. Keiner hat das Recht, dich rumzuschubsen. Du musst nicht alles mit dir machen lassen – nur das, womit du ok bist. Bist du dir nicht sicher, wie du mit einer Situation umgehen sollst oder ob etwas zu weit gegangen ist, wende dich ans Hilfetelefon.

Gewalt gegen Frauen: 08000 116 016

Männerhilfetelefon: 0800 123 9900

26. 

Deine Persönlichkeit änderst du für niemanden

Du musst nichts an dir ändern, um dazuzugehören. Wer dich liebt, akzeptiert dich. Du musst nicht zwanghaft probieren, witziger zu werden. Lauter zu reden, weil du als sehr leise giltst. Oder leiser werden, weil andere dein Lachen als zu drüber interpretieren. Meine drei Katzen haben jede ihre eigenen Charakterzüge, ihre eigenen Talente – und ihre ganz eigenen, zugegeben manchmal nervigen Macken. Sie leben so, wie es sich für sie am besten anfühlt und sind damit glücklich. Für mich sind alle drei perfekt, weil ich sie liebe. Davon kann ich mir genauso eine Scheibe abschneiden wie du!

27. 

Liebe geben und nehmen – und ruhig mal laut sagen, wenn du jemanden lieb hast

Wie fühlst du dich, wenn dir ein guter Freund „Ich hab dich lieb“ sagt? Oder es ausdrückt, indem er möchte, dass du ihm schreibst, wenn du sicher Zuhause angekommen bist. Oder dich einfach mal in den Arm nimmt.

Riku schnurrt wie Presslufthammer, wenn er sich wohlfühlt, leckt meine Hand ab, gibt die wuchtigsten Kopfnüsse… Mit all dem sagt er mir „Ich liebe dich“. Das wirkt sich jedes Mal wie ein Wunder auf meine Stimmung aus. Genauso gebe ich ihm die Kopfnuss zurück. Wenn er Yumi putzt, putzt sie ihn danach auch ab – sie geben und nehmen. Also stell dir erst vor, wie gut es sich anfühlt, wenn die Person sich dann freut oder sogar was Liebes darauf erwidert!

28. 

Freu dich über Kleinigkeiten

Ist vom Amazon-Shopping ein Pappkarton übrig, traue ich mich gar nicht, ihn wegzuschmeißen: Yumi setzt sich einfach zu gern rein. So eine Kleinigkeit, aber sie ist dankbar dafür. Genauso freue mich, wenn ich zur Haltestelle laufe und gleich ein Bus kommt. Wenn beim Bäcker noch ein letztes Stück Bienenstich liegt. Wenn sich auf Arbeit ein Gast für die tolle Betreuung bedankt. Und wenn Adrian und ich Zuhause vor Lachen weinen, weil Riku beim Schlafen so süß zuckt. Was macht dich im Alltag dankbar?

29. 

Schenken macht mehr Spaß als beschenkt werden

Zugegeben: Geschenke auspacken ist cool. Aber hast du mal jemandem eine Überraschung bereitet, dem du die Freude von den Lippen ablesen konntest? Yumi, Choco und Riku gehören zur Familie, natürlich bekommen auch sie zu bestimmten Anlässen kleine Geschenke. Am schönsten finde ich es, wenn sie aufgeregt am Karton schnuppern und sich über den Inhalt gleichermaßen wie über Geschenkkarton, -papier und -band freuen und damit spielen. Hast du schon überlegt, was du deiner Katze zu ihrem Geburtstag oder zu Weihnachten schenkst?

30. 

Wie sich Wölkchen anfühlen

„Es ist so flauschig!“ Die kleine Agnes von „Ich, einfach unverbesserlich“ redet über ihr Plüsch-Einhorn – ich rede von Yumis Bauch, dem Plüsch hinter ihren Ohren, dem dünnen Schwänzchen, dem Popo. Wenn meine Hand mal wieder im Flausch versinkt, wird ihr das Wort „watteweich“ nicht im Ansatz gerecht…

31. 

Must-have: Eine Prise Leidenschaft

Selten habe ich jemanden so passioniert gesehen wie Riku, der seine Katzenminzemaus* ableckt. Genauso Choco, wenn sie vorm Fenster sitzt und bettelt, nach drei Sekunden in der Wohnung wieder raus zu dürfen. Finde, was dich glücklich macht. Lass dich inspirieren. Das kann ein Hobby sein genauso wie ein Mensch oder ein Ritual, das du jeden Tag Zuhause nach der Arbeit hast.

32. 

Sei du.

Welches Video wird mehr geklickt: Das von der 3-beinigen Tierheim-Katze oder das der perfekt geföhnten Rassekatze? Heutzutage scheinen Makel fast schon „in“ zu sein. Schiefe Nase? Kein Problem. Kleine Brüste? Weniger zu tragen. Zahnlücke? Die Modebranche reißt sich um dich.

Bist unzufrieden mit bestimmten Körperpartien? Frag dich: Warum? Ist es, weil du auf instagram mit scheinbar makellosen (unrealistischen!) Körpern bombardiert wirst? Vielleicht auch, weil es Leute gibt, die dich mit ihren verletzenden Kommentaren kleinmachen? Dann liegt der Ursprung deines vermeintlichen Wunsches nach einem anderen Aussehen nicht bei dir. Und es ist so schade, dass du dich noch nicht so liebst, wie du es verdient hättest – ich kann nur sagen, damit bist du nicht allein. Meine Finger und Zehen zusammen reichen nicht aus, um dir alle aus meinem Bekanntenkreis aufzuzählen, denen es leider genauso schwerfällt – mich an manchen Tagen eingeschlossen. Stell dir die Frage: Würde ich nach einer Veränderung wirklich für mich glücklicher durchs Leben gehen oder nicht?

Oder ist es schon lange dein eigener Wunsch, mit dem nichts und niemand sonst zu tun hat? Dann nimm dein Glück selbst in die Hand – ob mit gesunder, leckeren Rezepten (meine Eltern schwören auf die Ernährungsdocs*: durch sie haben sie ihre Begeisterung fürs gesunde Essen gefunden, Körper, in denen sie sich pudelwohl fühlen, erreicht und ich meine Bauchkrämpfe reduziert), Sportsessions deiner Wahl, einem Termin beim Friseur, im Tattoostudio oder bei einem seriösen Arzt… Du darfst dir was Gutes tun. Du darfst individuell sein. Ich merke sogar, wie die gerade die jüngeren Generationen immer offener werden (ja, leider immer noch mit zu vielen Ausnahmen). Egal ob du in den Augen anderer als durchgedreht oder als das Mädchen von nebenan abgestempelt wirst – ich wünsch dir, dass du dich (wenn auch nur mit der Zeit immer mehr) selbst magst. PS: Aufgedrehte Maine Coons und stinknormale Hauskatzen sind beide in der Top 10 der beliebtesten Katzenrassen 😉

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33. 

Rebellisch ist das neue Smart

„Ein Mensch isst im Laufe seines Lebens sieben Spinnen“ Diese Aussage habe ich in meiner Jugend bestimmt siebzig Mal gehört. Jahre später kam raus: Es war nur ein Marketing-Clou, um zu zeigen: So schnell verbreiten sich Fake News im Netz. Ohne die Aussage oder ihre Quelle zu hinterfragen, habe ich sie einfach hingenommen – weil’s ja im Internet steht. Dabei ist es so wichtig, seinen eigenen Kopf zu haben. Nein, ich rede nicht von Dickschädeln oder Querdenkern, die einen unbelesen und aus Prinzip vollnölen. Ich rede davon, Dinge zu hinterfragen und in mehr als einer (vertrauenswürdigen!) Quelle zu recherchieren. Wie machen Katzen das? Sie testen den Doseninhalt und entscheiden erst dann, was ihnen gut. Dafür nutzen sie ihre Sinne, beschnuppern das Essen, kosten und beäugen es auch – aber lassen sich nicht von vielversprechenden Marketingslogans und ansprechend bunte Etiketten austricksen. Also: Unterschreib nicht alles, was dir vor die Nase gebunden wird – dafür bist du doch viel zu smart 😉

Die Liste könnte ich noch bis zum Mars und wieder zurück weiterführen. Bevor sich deine Gedanken aber noch in eine andere Galaxie begeben, fassen wir lieber zusammen:

Mein Fazit: Mit Katzen lebt es sich weiser

…wir müssen nur hingucken. Allein mit ihrer Anwesenheit wird sie dir und mir nicht die kompletten Lösungen fürs Leben geben – aber Denkanstöße. Das können noch so kleine Kleinigkeiten sein: ihr Körpergefühl, wie sie mit Herausforderungen umgehen und sogar mit Artgenossen. Unsere Aufgabe ist es nur, sie zu übersetzen – und was draus zu machen. Für uns selber, für die Menschen, die uns umgeben, und wenn wir es (nicht übertrieben!) als großes Ganzes betrachten: für die Welt, in der wir leben.

Jetzt interessiert mich natürlich: Was hast du dir von deiner Katze abgeguckt und was findest du noch ausbaufähig? Schreib’s mir in die Kommentare! Mit Sicherheit lerne ich und viele andere noch jede Menge davon! Und du erst, wenn du dir schon für dich allein bewusst machst: Was sie kann, kann ich schon lange 😉

Das hat Yumi von mir gelernt:

Da Mama sich so viel von mir abgeguckt hat, hatte ich quasi was bei ihr gut. Ihre Lebensweisheit an mich: Neues ist nicht schlecht. Nur weil ich was noch nicht kenne, kann es trotzdem mein Leben bereichern. Zugegeben, anfangs war ich skeptisch. Wann ich das gelernt habe? Als Mama mich angefangen hat hochzuheben.

Anfangs wusste ich gar nicht, was da gerade passiert – meine Füße sind einfach vom Boden abgehoben! Aber dann haben wir zusammen die bequemsten Tragetechniken ausprobiert und ich weiß, dass ich ihr immer vertrauen kann. Jetzt kann ich auf ihr klettern, schmusen und nebenbei alles von ganz oben überblicken! Bloß gut, dass ich mich nach und nach immer mehr getraut habe – jetzt entgeht mir nichts mehr!

PS: Trau dich: Wirst sehen, das wird gut!

Yumi